Journaling ist mehr als Schreiben
Es gibt Phasen im Leben, in denen wir spüren: So wie es war, soll es nicht bleiben. Vielleicht ist äußerlich alles in Ordnung – und trotzdem stimmt etwas nicht mehr. Die Kinder sind groß, die Partnerschaft verändert sich, die Eltern werden älter. Und irgendwo dazwischen: du.
Viele Frauen in der Lebensmitte stehen an einem Wendepunkt. Nicht unbedingt laut oder dramatisch – sondern leise, aber unübersehbar. Plötzlich stellt man sich Fragen wie: War das alles? Wer bin ich, wenn ich nicht für andere funktioniere? Was brauche ich – wirklich?
Diese Gedanken kommen oft genau dann, wenn es ruhiger wird im Außen. Wenn der Alltag Luft lässt. Wenn du spürst, dass du dich verloren hast – und gleichzeitig ahnst, dass etwas Neues beginnen darf.
Die Lebensmitte als Einladung zur Neuorientierung
Mit Mitte vierzig, fünfzig oder sechzig sind viele Themen durchlebt, viele Wege gegangen. Und doch liegt noch so viel vor dir. Dreißig Jahre zwischen 50 und 80. Dreißig Jahre, die nicht Aufbewahrungszeit sein müssen – sondern Schaffenszeit, Herzenszeit, deine Zeit.
Vielleicht ist da ein leiser Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang. Vielleicht willst du etwas Eigenes aufbauen, etwas mit Sinn, etwas, das dich erfüllt. Vielleicht willst du nicht länger nur reagieren – sondern gestalten. Für dich selbst, nicht für andere.
Bevor du neue Schritte im Außen gehst, braucht es einen Schritt nach innen. Eine ehrliche Verbindung zu dir selbst. Genau hier beginnt Selbstfürsorge – nicht als Wellness-Programm, sondern als bewusste Entscheidung, dich wieder wichtig zu nehmen. Dich wahrzunehmen.
Was Selbstfürsorge wirklich bedeutet
Selbstfürsorge ist nicht das, was in Hochglanz-Magazinen gezeigt wird. Es ist nicht das Bad mit Rosenblättern oder der Smoothie am Morgen. Es ist etwas Tieferes. Etwas, das dich zurück zu dir bringt.
Echte Selbstfürsorge bedeutet:
- dich selbst wieder spüren
- dich ernst nehmen – auch mit deinen Zweifeln
- nicht ständig zu funktionieren
- Entscheidungen für dein Wohlbefinden zu treffen
- dir Raum zu geben für Ruhe, Gedanken, Neuausrichtung
Sie ist die Grundlage für alles, was du erschaffen möchtest. Denn wenn du dich selbst übergehst, wird auch das Neue, das du aufbauen willst, wackelig. Selbstfürsorge ist nicht nett gemeint – sie ist notwendig.
Und eine der wirksamsten Formen dieser Selbstfürsorge ist das Schreiben. Journaling.
Was ist Journaling – und warum wirkt es so tief?
Journaling bedeutet: du nimmst einen Stift, ein Notizbuch – und beginnst zu schreiben. Nicht für andere. Nicht für die Veröffentlichung. Sondern für dich.
Es geht nicht darum, perfekte Sätze zu formulieren. Sondern Gedanken rauszulassen. Fragen zu stellen. Antworten zu finden, die du im Alltag überhörst.
Journaling kann so aussehen:
- Morgens ein paar Sätze darüber, wie du dich fühlst
- Abends eine Rückschau auf das, was dich bewegt hat
- Notizen über Wünsche, Ideen, Erinnerungen
- Gedanken zu einem neuen beruflichen Weg
- Kritzeleien, Listen, Mindmaps – alles ist erlaubt
Es ist ein Raum, in dem du einfach sein darfst. Unzensiert. Ungeschönt. Echt.
Worte, die du dir selbst schreibst, heilen oft mehr als tausend Gespräche.“
Viele Frauen berichten, dass allein das tägliche Schreiben sie wieder in Kontakt mit ihrer inneren Stimme bringt. Dass sie durch das Notieren ihrer Gedanken neue Klarheit gewinnen – über das, was war, und über das, was kommen darf.
Warum gerade jetzt der richtige Moment ist
Vielleicht spürst du schon länger, dass du dich neu sortieren möchtest. Vielleicht gibt es da eine Idee, ein Gefühl, ein noch-nicht-ganz-konkreter Wunsch nach Veränderung. Journaling kann genau in diesem Moment dein Werkzeug sein.
Was kann Schreiben bewirken…
- bringt Ruhe in deinen Gedankenstrom
- macht Unbewusstes sichtbar
- zeigt dir, was du brauchst
- stärkt deine Intuition
- hilft dir, Entscheidungen zu treffen
- eröffnet neue Möglichkeiten
Es kostet nichts außer ein paar Minuten deiner Zeit. Das Schreiben kann Befreieung bedeuten. Es macht den Kopf klarer und fühlst in dich hinein und schreibst deine Gedanken auf. Du bist ganz bei dir. Es kann manches in Bewegung bringen. Eine wunderbare Methode, um wieder bei sich zu sein.
5 Reflexionsfragen, die dich unterstützen können
Nimm dir Zeit. Vielleicht heute Abend. Vielleicht am Wochenende. Vielleicht mit einem Kaffee, vielleicht im Bett. Und lass diese Fragen in dich hineinwirken – oder schreib einfach, was dazu aus dir heraus will:
- Was in meinem Alltag fühlt sich nicht mehr stimmig an?
- Was wünsche ich mir insgeheim – auch wenn ich es mir noch nicht erlaube?
- Was darf in meinem Leben weniger werden – und was mehr?
- Was wollte ich als Kind oder junge Frau unbedingt einmal tun?
- Wie könnte ein Beruf oder eine Aufgabe aussehen, die mir Freude macht und mich erfüllt?
Diese Fragen sind kein Plan. Sie sind ein Anfang. Und genau das reicht.
Was bedeutet eigentlich „Journaling“?
Der Begriff „Journaling“ kommt aus dem Englischen und bedeutet einfach: Gedanken aufschreiben. Es geht darum, das, was dich innerlich beschäftigt – Gefühle, Erlebnisse, Ideen, Fragen – nicht im Kopf zu behalten, sondern aufs Papier zu bringen.
Du brauchst dafür kein Tagebuch im klassischen Sinn. Es reicht ein Heft, ein Notizbuch oder ein Journal, in das du schreibst, was gerade da ist. Mal sind es nur drei Sätze, mal eine halbe Seite, mal eine Liste. Manchmal schreibst du dir auch einfach etwas von der Seele – ohne Plan, ohne Ziel. Journaling hilft dir, deine Gedanken zu sortieren, dich besser zu verstehen und innerlich zur Ruhe zu kommen.
Du darfst dir ein neues Leben aufschreiben
Journaling ist mehr als Schreiben. Es ist eine Haltung. Eine Entscheidung, dich nicht länger zu übergehen. Eine Möglichkeit, dich kennenzulernen – neu, tiefer, klarer. Und oft ist es auch der erste Schritt in eine neue berufliche Richtung.
Vielleicht entsteht aus deinen Notizen eine Idee für ein Herzensbusiness. Vielleicht findest du durch das Schreiben den Mut, etwas Eigenes zu starten. Vielleicht wird das Journal dein täglicher Begleiter auf dem Weg zu einem Leben, das wirklich zu dir passt.
Es beginnt leise. Und genau deshalb ist es so kraftvoll.
Welche Arten von Journaling-Büchern gibt es – und was passt zu dir?
Wenn du mit dem Journaling starten möchtest, stellst du dir vielleicht die Frage: Was brauche ich eigentlich dafür? Die gute Nachricht: Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur das, was zu dir passt.
1. Blanko-Journals – freie Seiten für deine Gedanken
Das sind leere Notizbücher oder Journale ohne Vorgaben. Du kannst sie nutzen, wie du möchtest: schreiben, malen, kleben, kritzeln, brainstormen. Diese Form ist ideal, wenn du dich nicht einschränken willst und deiner Intuition folgen möchtest.
Viele Frauen verwenden diese Journals ganz frei: mal als Tagebuch, mal für Ziele, mal für Gedanken oder Skizzen. Alles darf rein – nichts muss.
Perfekt für dich, wenn:
- du keine Vorgaben brauchst
- du gern kreativ bist
- du deinen eigenen Schreibfluss finden willst
2. Geführte Journals – mit Fragen, Impulsen und Struktur
Diese Journaling-Bücher enthalten bereits Reflexionsfragen, kleine Schreibaufgaben oder thematische Kapitel. Oft gibt es auch Platz zum Eintragen – z. B. morgens und abends, wöchentlich oder nach Themen (z. B. Dankbarkeit, Berufung, Lebensziele).
Geführte Journals helfen besonders dann, wenn du manchmal nicht weißt, worüber du schreiben sollst oder wenn du ein bestimmtes Thema tiefer erforschen möchtest.
Perfekt für dich, wenn:
- du gerne angeleitet wirst
- du gezielt an bestimmten Fragen arbeiten willst
- du mit Journaling Klarheit für einen konkreten Bereich suchst (z. B. berufliche Neuorientierung, Selbstwert, Loslassen)
3. Kreative Journale – Kombi aus Schreiben, Malen und Denken
Manche Journaling-Bücher bieten nicht nur Platz für Texte, sondern auch freie Flächen zum Zeichnen, Collagen einkleben oder Gedanken visualisieren. Du kannst Farben verwenden, mit Symbolen arbeiten oder kleine Skizzen machen. Gerade Frauen, die eher visuell oder intuitiv arbeiten, lieben diese Form.
Perfekt für dich, wenn:
- du mit Bildern und Formen arbeitest
- du intuitiv „aus dem Bauch heraus“ journalst
- du Schreiben und Kreativität gern verbindest
Ich nutze gerne die kreativen Journale, das passt zu mir und ich kann mich da austoben. Ich habe ja eine kreative Seele und da brauche ich auch Abwechslung in meinen Büchern.
Fazit
Du brauchst keine perfekte Idee, kein fertiges Konzept, keinen Businessplan.
Was du brauchst, ist Zeit für dich. Raum für deine Gedanken. Deine klare Entscheidung, dich selbst wieder ernst zu nehmen.
Viele Frauen in der Lebensmitte tragen all das längst in sich – die Erfahrung, die Intuition, die Sehnsucht.
Aber oft fehlt der erste Schritt. Die Pause. Das ehrliche Gespräch mit sich selbst.
Und genau dafür ist Journaling da.
Denn wenn du beginnst, deine Gedanken aufzuschreiben, passiert etwas Wundervolles:
Du hörst dich selbst wieder. Du findest Klarheit inmitten des Alltags. Du gewinnst Ruhe, wo vorher nur Druck war. Und du beginnst, neue Perspektiven zu entdecken – für dein Leben, deine Arbeit, dein Inneres.
Selbstfürsorge heißt in dieser Phase nicht, sich zurückzuziehen – sondern sich bewusst neu auszurichten.
Nicht zu funktionieren, sondern zu fragen: Was will ich wirklich?
Und Journaling kann dabei mehr sein als ein Notizbuch. Es kann dein Wegweiser sein. Dein Anker. Deine stille Kraftquelle.
Wenn du bereit bist, wieder mit dir selbst in Verbindung zu kommen, dann warte nicht auf den perfekten Moment.
Nimm dir jetzt diese Zeit. Nimm dir ein Buch. Und fang an zu schreiben.
Nicht, weil du musst. Sondern weil du darfst.
Denn du bist jetzt dran.
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Wenn du das Gefühl hast: „Ich möchte das ausprobieren – ich möchte mir diesen Raum schaffen“, dann schau dir meine Journaling-Bücher an, die ich genau für diese Lebensphase entwickelt habe.
Ob Klarheitsjournal, Lebensplaner oder Visionstagebuch – jedes dieser Bücher ist ein stiller Raum für dich. Für deine Gedanken. Für dein Wachstum. Und für deinen neuen Weg.
💖 Wonja
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